Recruiting Lexikon
Ghosting
Übersicht
Im Recruiting-Kontext bezieht sich Ghosting auf das Phänomen, bei dem entweder der Bewerber oder der Arbeitgeber plötzlich die Kommunikation während des Bewerbungsprozesses ohne Erklärung abbricht. Das kann auf beiden Seiten Unsicherheit und Frust verursachen und gilt als unprofessionell. Gründe für Ghosting können mangelndes Interesse, bessere Angebote oder eine schlechte Kommunikationskultur sein.
Ghosting im Recruiting: Wenn Kandidaten und Arbeitgeber plötzlich verstummen
In der heutigen Arbeitswelt hat sich der Begriff Ghosting nicht nur im privaten Bereich etabliert, sondern auch zunehmend im Recruiting-Prozess. Aber was bedeutet Ghosting im beruflichen Kontext, was sind die Ursachen dieses Verhaltens, und wie können Recruiter und Bewerber damit umgehen?
Definition von Ghosting im Recruiting
Ghosting beschreibt den plötzlichen und unerklärlichen Abbruch der Kommunikation zwischen zwei Parteien. Im Recruiting-Kontext kann dies auf beiden Seiten auftreten:
Arbeitgeber-Ghosting: Kandidaten erhalten keine Rückmeldung von potenziellen Arbeitgebern, nachdem sie ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht haben oder sogar nach Vorstellungsgesprächen.
Kandidaten-Ghosting: Bewerber brechen den Kontakt zum Unternehmen ab, erscheinen nicht zu Vorstellungsgesprächen oder treten eine zuvor zugesagte Stelle nicht an.
Ursachen von Ghosting im Recruiting
Die Gründe für Ghosting sind vielfältig und können je nach Sichtweise variieren:
Von Unternehmen:
Überlastung: Recruiter stehen einer hohen Anzahl von Bewerbungen gegenüber und können möglicherweise nicht allen Kandidaten rechtzeitig antworten.
Unklare Prozesse: Mangelnde standardisierte Kommunikationsverfahren können Kandidaten im Unklaren lassen.
Von Kandidaten:
Mehrere Angebote: Kandidaten bewerben sich oft gleichzeitig bei mehreren Unternehmen und nehmen möglicherweise ein anderes Angebot an, ohne den ursprünglichen Arbeitgeber zu informieren.
Negative Erfahrungen: Frühere Erfahrungen, von Unternehmen geghostet worden zu sein, können Kandidaten dazu verleiten, dasselbe Verhalten anzunehmen.
Auswirkungen von Ghosting
Ghosting hat negative Folgen für beide Seiten:
Für Unternehmen:
Verlust von Talenten: Schlechte Kommunikation kann dazu führen, dass qualifizierte Kandidaten abspringen.
Reputationsschaden: Ein Ruf als unzuverlässiger Arbeitgeber kann zukünftige Bewerbungen beeinträchtigen.
Für Kandidaten:
Verpasste Chancen: Fehlende Rückmeldungen können zu verpassten Karrierechancen führen.
Frustration: Unsicherheit kann das Vertrauen in den Bewerbungsprozess untergraben.
Strategien zur Vermeidung von Ghosting
Um Ghosting im Recruiting-Prozess zu minimieren, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:
Für Unternehmen:
Transparente Kommunikation: Kandidaten sollten regelmäßig über den Stand ihrer Bewerbung informiert werden, auch wenn es keine Neuigkeiten gibt.
Effiziente Prozesse: Klare Strukturen und Zuständigkeiten im Recruiting können Verzögerungen und Kommunikationslücken reduzieren.
Für Kandidaten:
Offenheit: Bei fehlendem Interesse oder Annahme eines anderen Angebots sollte das Unternehmen zeitnah informiert werden.
Zuverlässigkeit: Termine und Absprachen einzuhalten, zeigt Professionalität und Respekt für den potenziellen Arbeitgeber.
Fazit
Ghosting im Recruiting ist ein wachsendes Phänomen, das auf beiden Seiten Frustration und Unsicherheit schafft. Durch bewusste und transparente Kommunikation können sowohl Unternehmen als auch Kandidaten dazu beitragen, dieses Verhalten zu reduzieren und einen respektvollen Bewerbungsprozess zu fördern.

Aliosha Milsztein
Co-founder & CEO
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