Recruiting Lexikon
Zwischenzeugnis
Übersicht
Ein Zwischenzeugnis ist ein Dokument, das von einem Arbeitgeber während eines laufenden Arbeitsverhältnisses ausgestellt wird und Informationen über die aktuelle Rolle, Leistung und das Verhalten des Mitarbeiters enthält. Es dient als erste Einschätzung und kann aus verschiedenen Gründen angefordert werden, wie interne Versetzungen, Führungswechsel, bevorstehende Schulungsprogramme oder persönliche Veränderungen wie Elternzeit. Ein Zwischenzeugnis folgt denselben formellen und inhaltlichen Standards wie ein Endzeugnis und bietet eine aktuelle Beurteilung der Arbeit des Mitarbeiters, die für zukünftige Bewerbungen oder interne Entwicklungen genutzt werden kann.
Zwischenzeugnis: Definition, Bedeutung und Anwendung
Ein Zwischenzeugnis ist ein Dokument, das vom Arbeitgeber ausgestellt wird und den aktuellen Stand des Arbeitsverhältnisses eines Mitarbeiters beschreibt. Es enthält Informationen über Art und Dauer vorheriger Tätigkeiten sowie eine Einschätzung der Leistung und des Verhaltens des Mitarbeiters gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden. Im Gegensatz zu einem Endzeugnis wird ein Zwischenzeugnis während des noch bestehenden Arbeitsverhältnisses ausgestellt.
Gründe für die Anforderung eines Zwischenzeugnisses
Mitarbeiter können aus verschiedenen Gründen ein Zwischenzeugnis verlangen:
Interne Veränderungen: Bei Versetzungen in eine andere Abteilung oder neuen Aufgaben dokumentiert ein Zwischenzeugnis den bisherigen Karriereverlauf.
Wechsel des Vorgesetzten: Ein Wechsel des direkten Vorgesetzten kann den Mitarbeiter veranlassen, ein Zeugnis anzufordern, um die Leistung unter dem bisherigen Vorgesetzten festzuhalten.
Stellensuche: Bei Bewerbungen auf interne oder externe Stellen dient ein Zwischenzeugnis als aktuelles Leistungszeugnis.
Weiterbildung oder Schulung: Einige Ausbildungsprogramme verlangen ein aktuelles Zeugnis.
Unternehmensveränderungen: Fusionen, Übernahmen oder andere strukturelle Änderungen innerhalb des Unternehmens können ein Zwischenzeugnis nützlich machen.
Rechte und Inhalt in rechtlicher Hinsicht
In Deutschland besteht kein allgemeiner Rechtsanspruch auf ein Zwischenzeugnis. Ein berechtigtes Interesse des Mitarbeiters an einem Zwischenzeugnis wird jedoch anerkannt, zum Beispiel bei internen Veränderungen oder vor längeren Abwesenheiten.
Der Inhalt eines Zwischenzeugnisses sollte denselben Standards wie ein Endzeugnis entsprechen und umfassen:
Einleitung: Angaben zum Mitarbeiter und Beginn des Arbeitsverhältnisses.
Jobbeschreibung: Detaillierte Erklärung der bisherigen Aufgaben und Verantwortlichkeiten.
Leistungsbeurteilung: Bewertung der Arbeitsqualität, -menge, Fachkenntnisse und besonderer Erfolge.
Verhaltensbewertung: Bewertung des sozialen Verhaltens gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden.
Schlussformel: Optional Dank und Wünsche für die weitere Zusammenarbeit.
Spezielle Überlegungen und Tipps
Ein Zwischenzeugnis sollte freundlich formuliert und frei von negativen Implikationen sein, die dem Mitarbeiter schaden könnten. Es ist wichtig, dass das Zeugnis klar und verständlich ist, ohne versteckte Nachrichten oder "Geheimcodes." Da es den aktuellen Stand des Arbeitsverhältnisses widerspiegelt, kann es auch als Referenz bei der Erstellung des endgültigen Arbeitszeugnisses dienen.
Fazit
Ein Zwischenzeugnis ist ein wichtiges Werkzeug zur Dokumentation des bisherigen Karriereverlaufs und der Leistung eines Mitarbeiters, während das Arbeitsverhältnis noch besteht. Es schafft Klarheit für Mitarbeiter und Arbeitgeber über den aktuellen Stand der Zusammenarbeit und kann in verschiedenen Situationen wertvoll sein.

Aliosha Milsztein
Co-founder & CEO
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